Salzburg Summit 2026: Das Briefing zum 1. Kongresstag
Die Welt bewege sich zu schnell, um auf die Einigkeit von 27 Ländern zu warten, sagte der ehemalige US-Außenminister Antony Blinken gestern …
Roche-Österreich-CEO: „Investitionen wandern zunehmend in andere Länder ab“
In Österreich ist die Zahl klinischer Studien in 3 Jahren um 30 % eingebrochen. Das ist nicht nur für Patienten bitter, weil …
Salzburg Summit 2026: Die besten Bilder vom Galadinner
Ende Juli lud die Industriellenvereinigung wieder zum internationalen Kongress „Salzburg Summit“, auf dem sich Politik und Wirtschaft aus Österreich und weit über …
Kolm: „Die ganzen Preisdeckel sind anmaßend“
„Wenn die Politik glaubt, von oben herab steuern und regulieren zu müssen, dann ist das eben jene Anmaßung von Wissen (die Friedrich …
Kulinarisches-Briefing: Die neuesten Business-Lunch-Geheimtipps
Business-Lunch-Geheimtipps gesucht? Ein Überblick über die wichtigsten Restaurantkritiken und kulinarischen Neuigkeiten der Woche. – von Dominik Futschik
Stocker: „Das eine Prozent Wachstum fällt nicht vom Himmel“
Das IHS geht bis 2030 in Österreich von einem durchschnittlichen Wachstum von 1 Prozent aus. Das entspricht dem Ziel, das sich Bundeskanzler Christian Stocker gesetzt hat. Für unambitioniert hält er es nicht: „Das eine Prozent fällt nicht vom Himmel. Ich bin in einer Rezession angetreten – die Prognose lag bei minus 0,6 beziehungsweise minus 0,3 Prozent, da wäre 1 Prozent grandios gewesen“. Zu den Prognosen, die die Erreichung des Defizitziels 2028 infrage stellen, sagt Stocker: „Wir haben sie im Vorjahr widerlegt, wir werden es hoffentlich auch diesmal tun“. Dem Freiwilligen-Modell der Neos beim Wehrdienst erteilt er eine Absage: „Für dieses Modell sehe ich unmittelbar keine Möglichkeit.“
Lars Feld: „Dieses Niveau der Lohnkosten ist nicht durchhaltbar“
Lars P. Feld war Vorsitzender des deutschen Sachverständigenrats und Wirtschaftsberater unter Finanzminister Christian Lindner, heute leitet er das Walter Eucken Institut in Freiburg. Im Selektiv-Interview zieht er eine gemischte Bilanz der jüngsten Reformwelle der deutschen Bundesregierung: Bei Rente, Steuern und Gesundheit würden Unternehmen in Summe stärker belastet, statt den Standort zu stärken. „Eine klare weitere Verschlechterung des Standorts Deutschland“, so Feld. Mit Blick auf Österreich, wo mittlerweile rund ein Viertel der Bundesausgaben in den Pensionszuschuss fließt, sieht er „eine klare finanzielle Schieflage, bei der bislang nichts passiert ist“ und erklärt, warum weder Berlin noch Wien den Mut zu echten Pensionsreformen aufbringen, solange sich „die älteren Wählerinnen und Wähler egoistisch zu Lasten der Jüngeren durchsetzen“.
E-Control zu Stromspeichern: „Anfragen übersteigen den Bedarf massiv“
Der starke Ausbau kleinerer PV-Anlagen hat das Stromnetz in Bedrängnis gebracht. Bei Batteriespeichern ist man daher vorsichtiger. Die E-Control setzt die Kriterien für ein Aussetzen der Netzgebühren für Speicher sehr eng und erntet damit Kritik. Die Einschränkungen seien „technisch gut begründbar“, sagt E-Control-Vorstand Alfons Haber.
„Die meisten europäischen Start-ups sind de facto US-Firmen“
Daniel Keinrath, CEO und Co-Founder von fonio.ai, sieht im Selektiv-Interview die Gefahr eines „Delaware-Flips“ österreichischer Start-ups: Wenn das heimische Gesellschaftsrecht nicht reformiert …
„Der Kapitalmarkt löst nicht jedes Problem des Pensionssystems“
Philipp Mayer, Vorstandsmitglied der Pensions- und Vorsorgekasse Valida, bewertet die im April angekündigte Pensionsreform als „Schritt in die richtige Richtung“ – aber …
Kommentare
Danke für dieses Argument
Die Diskussion über das österreichische Gesundheitssystem einmal anders
Digitaler Euro: Europas Problem heißt nicht Visa
Mehr Arbeit? Die AK hat Angst vor dem Aufschwung
Mattle: „Beim Erneuerbaren-Ausbau kann es kein Rosinenpicken geben“
Beim Ausbau erneuerbarer Energie müsse jede Region ihre Stärken ausspielen können, meint der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle, der bis Ende Juni den …
Bonin: „Produktivitäts-Fortschritte durch KI fließen in kürzere Arbeitszeiten“
Österreich blickt auch mittelfristig einem sehr verhaltenen Wirtschaftswachtum entgegen. Schuld daran ist einerseits die Demografie, erklärt IHS-Direktor Holger Bonin. Aber auch die geringeren Produktivitätszuwächse. Dass Digitalisierung und KI das Ruder herumreissen könnten, bezweifelt der Ökonom: „Wenn jemand dank KI drei Stunden weniger arbeitet, steigt seine persönliche Wohlfahrt, aber in den gesamtwirtschaftlichen Produktivitätskennzahlen sehe ich davon nichts“. Bonin erklärt außerdem, warum er die Lohnnebenkostensenkung kritisch sieht und fragt sich, was die Regierung mit der Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel erreichen will: „Ob die Leute spüren, dass der Einkauf 50 Cent günstiger ist – ich zweifle daran.“
„Wir müssen die europäische Nachfrage nach KI ankurbeln“
Der „EU Chips Act“ konzentriert sich auf die falsche Kategorie an Mikrochips, kritisiert Digital-Experte Roman Afuss. „Das Projekt birgt die Gefahr in sich, aufgrund fehlender Nachfrage nach diesen KI-Chips in Europa dauerhaft subventioniert werden zu müssen. Und ich gehe davon aus, dass es nicht so klug ist, zu versuchen, China oder die USA mit höheren Subventionen für souveräne KI-Chips zu übertrumpfen“. Daher müsse man zuerst die europäische Nachfrage nach KI ankurbeln.
„Neutralität hat sich seit ihrer Entstehung erheblich verändert“
Die Verteidigungsindustrie sei für Österreich angesichts der wirtschaftlichen Situation „bedeutsam“, sagt der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Peter Koren. Damit die Industrie von den …
Sportökonomin: „Aus wirtschaftlicher Sicht sollte Österreich gewinnen“
Miriam Gross, Senior Researcher bei SpEA SportsEconAustria, und Daniela Ulbing, Researcher bei SpEA SportsEconAustria und selbst aus den Leistungssport, analysieren im Selektiv-Interview …
Bankenabgabe „strahlt weit über den Sektor hinaus“
Die Verlängerung der Bankenabgabe sei ein völlig falsches Signal, sagt die Geschäftsführerin der WKÖ-„Sparte Banken und Versicherung, Eva Landrichtinger. Nicht nur, weil …
Badelt zum Defizit: „Wenn wir die 2 % nicht erreichen, droht neues EU-Verfahren“
Der Fiskalrat geht davon aus, dass Österreich 2028 das EU-Defizitverfahren nicht verlassen wird können. Um das nachhaltig zu tun, müsste das Defizit …
Hattmannsdorfer: „Die Volkspartei hat keine Mehrheit im Aufsichtsrat der Republik“
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmansdorfer nennt das EABG einen „Paradigmenwechsel in der Rechtsarchitektur unserer Genehmigungsverfahren“. Bei jahrelangen Verfahren für Energieprojekte sei „jetzt Schluss“, künftig …
Köppl-Turyna: „Die Entgelttransparenz-Richtlinie würde am Gender-Pay-Gap nichts ändern“
Am heimischen Gender-Pay-Gap würde sich durch die Umsetzung der umstrittenen EU-Entgelttransparenzrichtlinie nichts ändern, so EcoAustria-Direktorin Monika Köppl-Turyna. Das würden die Studien zum …
Possnig: „Das wäre unser Ticket zum Mond gewesen“
Europa ist im Weltraum „vollständig abhängig von anderen Playern“, sagt die ESA-Ersatzastronautin und Weltraummedizinerin Carmen Possnig. „Alles, was die menschliche Erforschung des Weltraums betrifft, und auch der Weg zur Internationalen Raumstation, läuft im Moment über die Nasa“. Europa habe keine Rakete, die stark genug ist, um aus dem niedrigen Erdorbit hinauszukommen.